Philip Rosenthal, der schillernde Porzellanunternehmer lebte lange Zeit im Schloss Erkersreuth. Dort hat er mit Künstlern Erlebnisse inszeniert, wie Schlafen im Beduinenzelt, Besprechungen im Barocksaal, Feiern im Gewölbekeller. Neu ist das Schoss im Besitz vom Kulturerbe Bayern und wird bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Für unsere Porzellanreisen nach Selb bedeutet das eine besondere Sehenswürdigkeit, denn im Schloss ist Porzellankunst verbaut. Hier legte der Vater von Philip Rosenthal mit einer Porzellanmalerei die Grundlage zum späteren Weltunternehmen. Sein gleichnamiger Sohn  hat Porzellan zum Designkult erhoben. Überall auf der Welt entstanden Rosenthal Studiohäuser. In seinen Schloss machte er Kunst mit vielen Installationen erlebbar.

Der SPD Politiker hat die Herausforderung geliebt und ruderte durch das Mittelmeer. Ins Schloss hat er Willy Brandt, Franz-Josef Strauß und Helmut Schmidt genauso wie mit Walter Gropius und Andy Warhol geladen. Ideen zu weltbekannten Bauhausprojekten hatten ihren Ursprung im Schloss Erkersreuth.

Der bauliche Zustand des Schlosses ist noch gut, dennoch wartet auf die Stiftung viel Arbeit. Einige Bauarbeiten sind an Fassade und Fenstern und im Innenraum zu machen. Die stark sanierungsbedürftigen, denkmalgeschützten Nebengebäude müssen sinnvoll erhalten werden. Für  Reisen auf den Spuren Porzellan ist wichtig, dass das Schloss der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

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 Die Bilder von den Innenräumen sind von Agentur Living4media fotografiert von Giovanni Castell.